Die Preise für medizinische Cannabisblüten sind nicht einheitlich. Diese Übersicht erklärt, wovon sie abhängen. Sie ist eine allgemeine Information und keine Preisangabe zu einem bestimmten Produkt.
Was kostet 1 g Cannabis in der Apotheke?
Für Selbstzahlerinnen und Selbstzahler liegen die Preise je nach Sorte, Apotheke und Abgabemenge häufig im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Gramm. Einzelne Sorten liegen darunter oder darüber. Weil Apotheken bei Privatrezepten unterschiedlich kalkulieren und sich das Angebot laufend ändert, lohnt sich ein Vergleich vor dem Einlösen des Rezepts.
Wovon hängt der Preis ab?
Wichtige Faktoren sind die Sorte und ihre Herkunft, die Abgabemenge, die Kalkulation der jeweiligen Apotheke und die Frage, ob die Blüten unverändert oder verarbeitet abgegeben werden, etwa gemahlen oder abgefüllt. Bei Rezepten zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung gelten eigene, vertraglich geregelte Preise.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen eine Kostenübernahme erhalten, geregelt in § 31 Absatz 6 SGB V. Dazu gehört unter anderem eine schwerwiegende Erkrankung, für die eine allgemein anerkannte Standardtherapie nicht zur Verfügung steht oder im Einzelfall nicht angewendet werden kann. Vor der ersten Verordnung ist in vielen Fällen eine Genehmigung der Krankenkasse nötig. Für bestimmte Facharztgruppen gelten inzwischen Ausnahmen vom Genehmigungsvorbehalt.
Wird die Therapie übernommen, zahlen Versicherte die gesetzliche Zuzahlung: 10 Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro je verordnetem Mittel. Private Krankenversicherungen entscheiden nach ihren jeweiligen Tarifbedingungen.
Kostet Telemedizin zusätzlich?
Ärztliche Leistungen werden bei Privatrezepten in der Regel gesondert abgerechnet, nach der Gebührenordnung für Ärzte. Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter. Sie fallen unabhängig vom Preis des Arzneimittels an.


